• Familienvereinbarung - Notarstudio - Stefani - Scaramellino - Ockl

Die Familienvereinbarung

Mit einer Familienvereinbarung kann

  • ein Unternehmer seinen Betrieb oder einen Teil davon, und
  • der Inhaber von Gesellschaftsquoten, diese oder Teile davon,
  • einem oder mehreren Nachkommen übertragen (Art. 768 bis ZGB u. ff.).

Der Generationenwechsel ist ein Schlüsselmoment in jedem Betrieb. Schlecht getroffene Entscheidungen können dabei der Zukunft des Betriebes schaden und die Arbeit der vorherigen Generation zunichte machen.

Es ist somit sehr wichtig sich diesbezüglich ausreichend beraten zu lassen, auch um alle damit verbundenen Interessen zu beachten und abzuwägen:

  • das Interesse, das Weiterbestehen des Betriebes zu gewährleisten;
  • die Rechte der weichenden Kinder, welche nicht in den Betrieb einsteigen;
  • das Interesse, dass der Betrieb weiterhin von Familienmitgliedern geführt wird;
  • das Interesse der Eltern sich einen unbeschwerten Lebensabend zu sichern.

Mit einer Familienvereinbarung ist es möglich die Übergabe eines Betriebes oder von Gesellschaftsquoten an einen oder mehrere Nachkommen vorzunehmen bei Auszahlung an die anderen Nachkommen. Es ist aber auch möglich auf jene Auszahlungen zu verzichten.

Die durchdachte Gestaltung des Vertrages, mittels auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmten Klauseln, ermöglicht es den konkreten Bedürfnissen gerecht zu werden.

Eine Familienvereinbarung ist auch eine gute Möglichkeit einen Hof als landwirtschaftlichen Betrieb zu übertragen.